Erste Herdorfer Hunnenhorde erobert Volkspark beim traditionellen Sommerlager

Männer erbleichen, Frauen zittern und Kinder weinen, wenn das Gespräch auf die Hunnen kommt, jenes halbnomadische Reitervolk aus den russischen Steppen, das im vierten und fünften Jahrhundert in Europa Angst und Schrecken verbreitete.

Die Ableger dieser rauhen Krieger, die 25 weiblichen und männlichen Mitglieder der 1. Herdorfer Hunnenhorde (1. HHH), kamen nun im Volkspark zum traditionellen Sommerlager zusammen. Gleichzeitig wurde das zehnjährige Bestehen der Hunnenhorde gefeiert. Und zu diesem Jubiläum waren natürlich auch die Herdorfer eingeladen, um bei Met und kräftigendem Imbiss alte Hunnenherrlichkeit aufleben zu lassen.

Aus einer karnevalistischen Laune heraus fanden sich 2001 etliche Männer, meist Mitglieder der KG Herdorf, zusammen, um einem Kölner Vorbild gemäß als Hunnen aufzutreten, hunnisches Leben nachzuvollziehen und in der Historie zu blättern, um möglichst authentisch in Kleidung, Waffen, Schmuck und Behausung auftreten zu können. Das ging sogar soweit, dass die 1. HHH sich vor etlichen Jahren eine originale Jurte aus der Mongolei beschaffte, die, neben den Thronsesseln und dem Gerätewagen, immer mit dabei ist, wenn die Hunnen zu Besuchen befreundeter Stämme und Lagern ausfahren. Längst sind die Herdorfer Hunnen natürlich friedlich geworden und auch das Fleisch wird nicht mehr unter den Sätteln weichgeritten. Im Volkspark ging es vielmehr um gutes Essen und Trinken, um die Aufnahme neuer Stammesglieder und um die Information der Besucher über das Hunnenwesen.

Dies besorgte der Schamane Malakei (Jürgen Braun) aus dem Bergischen, der Manuela, Marvin, Steffen und Hans in die 1. HHH aufnahm. Dies freilich nicht ohne zuvor die Götter und etliche Schulterblätter befragt zu haben, ob die Zeremonie vonstatten gehen könne. Sie konnte, und mit einem großen Lagerfeuer wurde dieses Ereignis gefeiert und mit Met begossen. Zur Unterhaltung der vielen Besucher des Volksparkes, die sich unter vorsorglich aufgestellte Zelte begeben konnten, trat eine Bauchtanzgruppe des TSC Kirchen auf. Fürst Edokan (Alfred „Abba“ Erner), der Chef der 1. HHH, sah es mit Wohlgefallen, ebenso Uldin, Askana, Oltar, Arsena und Serena, um nur einige der Stammesglieder zu nennen. Zwei der neu aufgenommenen Stammesglieder kommen aus Hachenburg und sie hatten ihre eigene Jurte mitgebracht. In den zwei Jurten nächtigte auch etliche Hunnen, um das Eigentum zu hüten.

Am nächsten Tag stand dann Kinderbelustigung, Ponyreiten und viel Musik auf dem Programm, bis sich die wilden Krieger wieder zerstreuten. Sie sind zum Glück im fünften Jahrhundert der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern entkommen, die dem Hunnentum in Europa ein Ende setzte. In Herdorf aber lebt die alte Historie fort.
Rainer Wirth

Quelle: http://www.hellerthaler-zeitung.de/PDF/14.09.2011/HZ.S07-H-X.14.pdf

Kommentare

Bild des Benutzers Gast

Salona Ingrid

Hallo ihr Lieben, ich hatte das grosse Vergnügen eure Salona während meiner REHA auf Borkum kennen zu lernen und sie mich. Das war sicherlich für sie fatal, da sie ja die ganze Zeit auf dem Zimmer verbringen wollte. Nicht mit mir, ich bin ein wenig vergnügungssüchtig Kneipengängerin und Kneipenarbeiterin wie Salona. Wir hatten eine tolle und lustige Zeit und vielleicht erlebe ich euch bald einmal live. Liebe Grüsse Gerti aus Mönchengladbach